Dem Tier  geht es nicht schlecht, weil es eine Krankheit hat, sondern es hat eine Krankheit weil es ihm schlecht geht.

Gesunde Ernährung war für mich selbst schon immer ein zentrales Thema -nicht nur in der Theorie, sondern im Alltag als Mutter zweier inzwischen erwachsener Kinder. Was ich damals bei meinen Kindern praktiziert habe- gesunde Ernährung  mit Augenmaß-versuche ich auch heute in der Fütterung von Tieren umzusetzen.

Gesunde Ernährung im Alltag funktioniert,man muß keine Sterneküche praktizieren.  Saisonale Zutaten kann man vielfältig zu einfachen Mahlzeiten kombinieren.  Abwechslung entsteht durch das sich im Jahresverlauf verändernde Angebot. So bleibt alles alltagstauglich. Bewusster Fleischkonsum, wenig Zucker, viel frisches Gemüse und Obst am besten aus biologischem Anbau, diesem Grundsatz bin ich gefolgt. 
Natürlich musste auch Raum sein für unvernünftige Lieblingsgerichte und unverkopften Genuß.

Wie alles begann- meine Suche nach guter Tierernährung

Als Tierhalterin war ich irgendwann frustriert, dass ich so wenig gesichertes Wissen über eine unkomplizierte gesunde und frische Ernährung für meine Tiere hatte. Fertigfutter hielt nicht was es versprach, und wies in punkto Qualität, Geschmacksvielfalt und Ausgewogenheit oft Schwächen auf.  

Sicherlich gibt es qualitativ hochwertige Fertig-Alleinfutter- der Unterschied zu Billigprodukten zeit sich oft deutlich- etwa am Fellzustand und/ oder  am Körpergeruch des Tieres . Doch auch das beste Industriefutter ist nur Konserve.

Mit meinen Katzen hatte ich besonders viele Probleme, da sie viele Produkte ablehnten. Frisches Fleisch und Innereien waren allerdings beim Schlachter um die Ecke inzwischen leider schwierig zu bekommen und Barf noch nicht verbreitet.

Warum Fertigfutter für mich keine Lösung war

Gutes Essen schmeckt, macht satt, glücklich, zufrieden und gibt Kraft, das ist ganz klar.  die leuchtenden Augen eines Hundes, wenn er Kartoffeln, Nudeln, Fleisch und Gemüse angeboten bekommt! Und auf den Aspekt des glücklichen Teilens  bin ich dabei nicht einmal eingegangen. Denn ich denke, das es auch die Tierhalter zufrieden macht, ihrem Tier  richtig gute Nahrungsmittel zu geben statt eines standardisierten Massenprodukts. Jedenfalls ist es das, was ich häufig höre.
Ich hatte aus Kindheitstagen immer die Hunde meines Großvaters vor Augen, die mit Fleisch, Innereien, Flocken, Gemüse und zusätzlich manchmal mit Tischresten gefüttert wurden und dabei top gesund waren.
Hausmannskost - glückliche Tiere! 
Ein Leben lang Konserve? - keine gute Idee!

Rezepte, die niemand essen wollte

Die Frage also war, welche Fütterung meine Tiere und mich gleichermassen  glücklich und zufrieden macht- und zugleich eine ausreichende Versorgung ohne Mängel gewährleistet. Also kaufte ich mir Bücher. Doch statt Antworten fand ich oft Rezepte, die kaum umsetzbar waren. Viele Zutaten wirkten wie aus einer anderen Welt-teuer, schwer erhältlich oder in absurden Mengen kombiniert. Gut gemeint, aber realitätsfremd und nicht praktikabel. Und nicht einmal gefressen wurden die Kreationen dann. Händische Berechnung von Rationen: Langwierig, mühsam, fehlerbehaftet. Alles sehr unbefriedigend. 

mein Weg zur Ausbildung

Also entschied ich mich schließlich für die Ausbildung zur Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen. Bereits mit meiner ersten Ausbildung erlangte ich für mich selbst mehr Klarheit und die Erkenntnis, dass gute Fütterung im Prinzip einfach ist-natürlich unter Beachtung gewisser Regeln. Seitdem vertiefe und erweitere ich mein Wissen beständig durch die regelmäßige Teilnahme an verschiedensten Fortbildungen und durch Selbststudium zu diesem faszinierenden Thema.

Mein Hund – unsere Geschichte

Zu meiner Familie gehört auch meine Hündin, die mich immer wieder an die großen und kleinen Herausforderungen der Hundeernährung erinnert. Sie hat eine chronische Bauchspeicheldrüseninsuffizienz. Ohne Enzymgabe kann sie ihr Futter nicht richtig verdauen, was sich in Durchfall, Fettstuhl und unverdaute Nahrungsbestandteilen zeigt. Außerdem reagiert sie allergisch auf verschiedene Fleischsorten. Bei Kontakt mit unverträglichen Eiweißquellen zeigt sie Symptome wie Hautjucken/ rötungen, Pfotenlecken, Ohrenentzündungen, Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall und Verschlechterung der Hautgesundheit. Im Moment verträgt sie nur eine einzige Fleischsorte, Abweichungen davon führen zu Beschwerden.

Sie hat zusätzlich Magen-Probleme und zeigt eine Neigung zu Darmschleimhautproblemen und Leaky Gut. Spezielle Futterpläne, Ausschlussdiät und Enzymdosierung sind meine täglichen Begleiter.

Ursprünglich kam Tali als Angsthund (noch heute ist sie recht vorsichtig und muss langsam und einfühlsam an neue Situationen gewöhnt werden) aus dem Tierschutz zu uns. Sie ließ sich zu Beginn überhaupt nicht anfassen, konnte nicht angstfrei spazieren gehen, hatte keinerlei Kondition und litt unter einem blutigen Magen-Darm-Infekt mit Giardien. Ich habe sie selbstständig mit naturheilkundlichen Mitteln behandelt. Heute ist sie stabil, die früher häufigen Durchfälle sind verschwunden.

Natürlich ist sie nicht „geheilt“ –ihre Erkrankungen bleiben chronisch – aber sie ist stabil und lebensfroh. Voraussetzung dafür ist, dass die individuellen Regeln bei ihrer Ernährung und in Ihrem Alltag strikt eingehalten werden.

Aus dieser Erfahrung weiß ich, wie komplex die Ursachen sein können – und wie wertvoll eine individuell abgestimmte Fütterung ist.
Ich weiß, dass es mit ein bisschen Aufwand möglich ist für ein Tier gute Lösungen zu finden und dass es sich in jedem Fall lohnt- für Tier und Mensch.


Was ich bei meinen eigenen Tieren beobachtet habe

Wie bei meinen Kindern konnte ich auch bei meinen Tieren feststellen, dass ein gutes Aufwachsen von Anfang an, eine konsequent durchgehaltene gute Ernährung einen stabilen Boden für Gesundheit schafft. Dies hilft auch im Krankheitsfall, da das Tier sich bei guter Ernährung schneller wieder erholt. Insgesamt erlebe ich bei meinen Tieren weniger Anfälligkeiten  für Infektionen jeglicher Art.

Gute Rationen für das eigene Tier selbst zuzubereiten ist ein kein Hexenwerk.

Probieren Sie es einfach aus  


meine Qualifikationen

Ernährungsberaterin für Hunde

Zusatz Ernährungsberaterin für Katzen

Mykotherapie

Dentalhygienikerin

Katzenernährungsberater

Fortbildungen

2019/2020

2021

2022