Zahnstein ist eine Plage
Er lässt sich leider auch mit einer gesunden Ernährung nicht immer verhindern.
Wichtig ist vor allem eins: Prophylaxe durch gesunde Ernährung, Anregung des Speichelflusses durch sinnvoll ausgewählte Kauartikel und Zähneputzen.
Je früher man mit dem Zähne putzen beginnt, desto besser. Wer die Mühe scheut und das Problem nicht selbst in den Griff bekommen kann, wird es früher oder später vom Tierarzt unter Narkose beseitigen lassen müssen. Nicht kostengünstig und auch gesundheitlich für das Tier nicht so schön, vor allen Dingen, wenn es regelmäßig wiederholt werden muss. Schließlich stellt jede Narkose eine körperliche Belastung und ein gewisses Risiko für das Tier dar.
Schlechte Maulzustände andererseits kann man im Sinne der Gesundheit des Tieres jedoch nicht auf Dauer tolerieren.
Woran erkenne ich Zahnstein und Zahnfleischprobleme?
- schlechter Maulgeruch ( auch bei Magen -/ Nierenproblemen, Diabetes , Autoimmunerkrankungen oder Immunschwäche möglich9
- Berührungsempfindlichkeit im Maulbereich
- Spielunlust (Schmerzen)
- Überstreichen des Mauls mit den Pfoten
- Reiben des Kopfes an Möbelkanten bei Katzen
- Kopfschräghaltung/ einseitiges Fressen
- Schmerzlaute beim Fressen
- Schmerzgesicht
- verminderter Appetit
- starkes Speicheln7 Sabbern
- Schwellungen am Kieferknochen
- leider manchmal nur wenige oder undeutliche Signale
wagt man endlich den Blick ins Maul, wird es offensichtlich:
- gerötetes Zahnfleisch , geröteter Zahnfleischrand
- Geschwollenes Zahnfleisch
- Zahnfleischbluten
- Berührungsempfindlichkeit des Zahnfleisches
- Zahnstein: verfärbte Zähne braune/gelbe/gelbbraune oder grünlich-graue Beläge (je nach den beteiligten Mineralien)
- zurückgebildetes Zahnfleisch, freiliegende Zahnwurzeln
- schlechter Atem des Tieres
Was ist also zu tun?
Die Zahnreinigung mit der Emmi Pet kann helfen Zahnstein zu beseitigen und die Neuentstehung von Zahnstein zu kontrollieren.
Warum sollte Zahnstein so schnell wie möglich bekämpft werden?
Zahnstein beeinträchtigt die Lebensqualität durch die Schmerzen, die er dem Tier verursacht. Er führt in schweren Fällen zu unnötigem Zahnverlust. Die Bakterien können sich im Körper verbreiten und durch Entzündungen Organe wie Niere, Herz, Leber, Lunge und Gelenke schädigen und bestehende körperliche Probleme verschlimmern.
Wie oft sollte ich grundsätzlich die Zähne meines Tieres reinigen?
täglich- zweitägig: bei schneller Zahnsteinneubildung
2-3 x pro Woche bei normalem Befall !
So sollte es aussehen!
Gesunde Zähne: Ernesto Alejandro Pérez, Pixabay
So soll es aussehen!
Hellrosafarbenes gesundes Zahnfleisch (ggf. mit Pigmentflecken) ist glatt und umschließt fest die Zähne. Diese sind weiß und glatt, und das Tier hat keinen schlechten Atem. Selbst wenn Plaque vorhanden ist, lässt sich durch regelmäßiges Zähneputzen die Haftungsdauer der Plaque einfach verringern und so die Bildung von Zahnstein mindestens verzögern.
Katze gähnt: Flensshot, Pixabay
Plaque ist zunächst nur ein weicher kaum sichtbarer Belag auf den Zähnen, der sich ständig aus Nahrungsmittelresten , Bakterien, abgestorbenen Maulschleimhautzellen, Kalksalzen aus dem Speichel und der Nahrung neu bildet. Wird er nicht regelmäßig durch mechanische (Kautätigkeit/ Speichelfluß/ Zähneputzen) oder auch chemische Reinigung (Enzyme, spezielle Mineralsalze) entfernt, verfestigt er sich durch Einlagerung von Mineralien zu Zahnstein.
So lieber nicht!
beginnender Zahnstein:Watcharin panyawutso, i Stock
Wächst der Zahnstein in Richtung Zahnfleisch, was ziemlich schnell geschieht, dann verdrängt er die direkt am Zahnschmelz anhaftenden Schleimhautzellen. Die Verbindung von Zahn und Zahnfleisch lockert sich. Es vertiefen sich die Zahnfleischtaschen, die sich auch durchaus mit Eiter füllen können. Durch die ständige Reizung rötet sich der Zahnfleischrand, schwillt an und neigt bei Berührung zu leichtem Bluten. Dann besteht schon eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis).
Katze mit Zahnstein u. Entzündung: Mojahata, Shutterstock
Die Gingivitis ist der erste Schritt zur Zerstörung des Zahnhalteapparats.
Mit der Entfernung des Zahnsteins und durch entzündungsstoppende Maßnahmen verschwindet auch die Gingivitis wieder, wenn sie nicht zu weit fortgeschritten ist.
Werden die Zähne jetzt nicht dauerhaft regelmäßig gereinigt, beginnt der Prozess mit der erneuten Bildung von Plaque und Zahnstein von vorn.
Ohne Entfernung des Zahnsteins zu diesem frühen Zeitpunkt schreitet die Entzündung weiter fort. Entzündungszellen bewegen sich an den Entzündungsort um die Schädigung des Gewebes durch Bakterien und die von ihnen abgegebenen Substanzen zu beseitigen. Damit sie an ihren Einsatzort gelangen können, muss das Gewebe gelockert werden und löst sich vom Zahn. Die Entzündung bleibt nicht auf das Zahnfleisch beschränk sondern weitet sich auf das Zahnbett aus.
Der Zahnstein wächst weiter am Zahn entlang in die Tiefe Richtung Zahnwurzel.
Die fortschreitende Entzündung (Paradontitis) zerstört nach und nach alle zahnhaltenden Strukturen im Kiefer, z.B. die Parodontalfasern, die den Zahn mit dem Kieferknochen verbinden, den Zement, das knöcherne Zahnfach (Alveolarknochen). Der Zahn lockert sich und fällt heraus oder muss gezogen werden.
Zahnsteinbrücke: Todorean Gabriel, iStock
Zahnstein wächst nicht nur Richtung Zahnfleisch, sondern überdeckt auch den übrigen Teil des Zahnes. Bisweilen ist er so extrem, dass sich regelrechte Zahnsteinbrücken bilden, von denen die darunter verdeckten, bereits gelockerten Zähne zusammengehalten werden.
Dieser ganze Prozess ist sehr schmerzhaft für das Tier.
Da die schleichende Entwicklung massiven Zahnsteins oft erst sehr spät erkannt wird und eben auch gravierende Folgen in Form von Zahnverlust und Knochenzerstörung hervorruft, sollte sich also niemand wundern, wenn schon bei den ersten Anzeichen von Zahnfleischentzündung der Tierarzt alarmiert ist und regelmäßiges Zähneputzen und Beobachtung der Situation anmahnt.